Zuerst wollen wir Ihnen aus ganzem Herzen danken, dass Sie in dieser auch äußerlich schwierigen Zeit an unsere Mission in Kasachstan denken und uns unterstützen. Mit jedem Paket kommt immer auch Ihre Liebe mit und beim Auspacken freuen wir uns immer sehr über die schönen Sachen, die Sie uns schicken.

Wir danken allen Strickerinnen, die die wunderschönen Pullover, Mützen, Schalls, Socken und die Jacken für die Erstkommunionkinder gestrickt haben. Man spürt so sehr die Liebe, mit der sie gestrickt wurden. (Bild 1, 2)

Sicher interessiert Sie, ob sich durch die Situation in der Welt unsere Mission verändert hat, oder ob wir überhaupt eine Mission nach außen machen dürfen.

Unsere größte Mission ist jetzt das Gebet. Das Gebet auch im Namen derer, die schon seit Ostern nicht in die Kirche kommen dürfen. Nach einem Monat Auflockerung, wo die Gläubigen wieder in begrenzter Zahl kommen dürften, wurden am 3. Juli die Kirchen wieder geschlossen. Jeden Dienstag und Donnerstag haben wir aber in der Kirchenkapelle den ganzen Tag Anbetung. Die Gläubigen dürfen zum Beten kommen, kommunizieren oder beichten. Diese treuen Beter vertrauen dem Herrn ihre Familien, ihre Nöte aber auch die ganze Welt und auch Ihre Anliegen an.

Manchmal besuchen wir auch unsere Gläubigen zuhause oder bringen den Kindern die Geburtstagsgeschenke. Das war natürlich in der Zeit der strengen Quarantäne nicht möglich. (Bild 3)

Ab März wurde uns jegliche karitativen Tätigkeit, wie das austeilen von Kleidern oder Lebensmittelhilfe, ganz verboten. Wenn jemand in Not war, haben wir natürlich trotzdem geholfen. Während der Zeit der sehr strengen Quarantäne haben wir die Lebensmittel einfach direkt den Familien nach Hause gebracht.

Seid den letzten 2 Monaten kommen die Hilfsbedürftigen nun wieder zu uns oder wir machen einen Termin aus, wo sie die Hilfe abholen dürfen. Sehr viele Menschen bitten um den Kauf von Medikamenten. In der letzten Zeit kommen an manchen Tagen sogar bis zu 15 Menschen, die an der Tür des Kinderhauses Lebensmittel und Kleidung bekommen. (Bild 4, 5)

Auch das Kinderhaus ist seit 16. März zu und bis jetzt haben wir keine Erlaubnis bekommen es wieder zu öffnen. Es sind uns keine Sommerlager, Ausflüge oder Treffen mit den Kindern erlaubt. Deswegen helfen wir den Familien der Kinder mit den Lebensmitteln oder Kleidung.

Am Anfang August haben wir wieder für 140 Kinder die Schulutensilien eigekauft. (Bild 6, 7, 8) Wie Sie auf den Fotos sehen, haben sich die Kinder riesig gefreut und sie durften in kleinen Gruppen ins Kinderhaus kommen und selber ihre Schulsachen abholen. Manche Eltern sind mitgekommen und haben sich persönlich für diese Hilfe bedankt. Bis jetzt weißt man aber noch nicht, ob die Kinder überhaupt in die Schule gehen werden oder der Unterricht online gemacht wird.

In der Kinderküche arbeiten auch 7 Frauen (die Erzieherinnen, die Köchinnen und eine Putzfrau). Da das Kinderhaus seit März zu war, hätten diese Frauen auch keine Arbeit. Für das Kinderhaus legen wir jedes Jahr einen Gemüsegarten an. Und so arbeiten jetzt diese 7 Frauen im Garten. Sie gießen jeden Tag und jetzt verarbeiten sie die reiche Ernte zu Kompott, Marmelade und vielem mehr. So mussten wir Gott sei Dank niemanden entlassen. (Bild 9, 10)

Liebe Freunde und Wohltäter, jeden Tag bringen wir im Gebet dem Herrn auch Ihre Anliegen und Sorgen, Ihre Familien und danken Ihnen für Ihre Liebe, Großherzigkeit und alle Mühe die Sie auf Sich nehmen um unsere Mission zu unterstützen.

Wir möchten Sie auch einladen Sich mit uns zu vereinen und jeden Tag das Gebet der Frau aller Völker zu beten. Viele von Ihnen kennen und beten dieses Gebet schon aber wir können in dieser Zeit noch viel bewusster die Muttergottes um ihre Fürsprache bitten, damit die Welt vor Verfall, Unheil und Krieg bewahrt wird.

In aufrichtiger Dankbarkeit und Liebe Ihre Missionare aus Scherbakty

P. Bonaventura, Sr. Juliana, Sr. Magdalena und Sr. Gianna